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Das perfekte Casting Video: So überzeugst du Kunden in unter 60 Sekunden

24 Aug, 2026

Ein kurzes Vorstellungsvideo gehört inzwischen bei vielen Modeljobs ganz selbstverständlich zum Auswahlprozess dazu. Gerade bei Werbeproduktionen, Social-Media-Content oder Moderationsjobs möchten Kunden oft nicht nur Bilder sehen, sondern auch einen Eindruck davon bekommen, wie ein Model spricht, sich bewegt und vor der Kamera wirkt. Wir verraten dir, welche Tipps und Tricks es für E-Castings gibt!

# Was Kunden und Booker bei einem E-Casting wirklich sehen möchten

Bei einem E-Casting kommt es nicht darauf an, ein aufwendig produziertes Casting Video zu präsentieren. Viel wichtiger ist, dass dein Videomaterial aktuell, authentisch und professionell wirkt. Kunden möchten sich einen besseren Eindruck von dir verschaffen, nicht dein Kamera-Setup bewerten.

Auch für unsere Model Booker sind Bewegtbilder ein entscheidendes Werkzeug. Sie können dich anhand eines kurzen Videos deutlich besser einschätzen als nur anhand von Fotos: Wie präsent bist du vor der Kamera? Wie natürlich sprichst du? Welche Ausstrahlung bringst du mit?

Eine gute Sedcard, aktuelle Polas und ein vielseitiges Portfolio zeigen bereits sehr viel. Ein Video vermittelt aber noch einmal eine ganz andere Seite. Gerade bei einem Commercial oder Werbemodel spielen Persönlichkeit, Natürlichkeit und eine authentische Wirkung vor der Kamera eine große Rolle. Je besser unsere Booker dich einschätzen können, desto passgenauer sind die Jobanfragen, die du bekommst.

# So baust du dein Casting Video auf

Wenn kein konkretes Briefing vorliegt, funktioniert dieser Ablauf fast immer. Er dauert unter 60 Sekunden und liefert dem Kunden alles, was er braucht:

  1. Sekunde 0 bis 10: Begrüßung. Nenne deinen Namen, deinen Wohnort und deine Körpergröße. Schau dabei direkt in die Kamera und sprich in normaler Lautstärke.
  2. Sekunde 10 bis 20: Kurzvorstellung. Ein bis zwei Sätze zu Sprachen, besonderen Fähigkeiten oder deiner bisherigen Erfahrung. Kein Lebenslauf, nur das Relevante.
  3. Sekunde 20 bis 35: Profil zeigen. Drehe dich langsam einmal nach links und einmal nach rechts, sodass dein Profil von beiden Seiten zu sehen ist. Lange Haare hebst du dabei kurz an, damit dein Gesicht und dein Halsansatz frei sind.
  4. Sekunde 35 bis 45: Hände zeigen. Halte beide Hände ruhig ins Bild, erst den Handrücken, dann die Innenflächen. Hände werden oft unterschätzt, sind aber bei Beauty-, Schmuck-, Kosmetik- und Produktaufnahmen häufig das entscheidende Detail. Sichtbar sein sollten gepflegte Nägel ohne auffälligen Lack sowie Ringe und Tattoos an Händen oder Unterarmen.
  5. Sekunde 45 bis 55: Bewegung und Ganzkörper. Tritt ein Stück zurück, sodass du komplett im Bild bist, und geh ein paar Schritte auf die Kamera zu und wieder weg.
  6. Sekunde 55 bis 60: Abschluss. Zurück ins Halbporträt, ein bis zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke, zum Beispiel neutral und lächelnd, dann eine kurze Verabschiedung.

Wichtig ist nicht, möglichst viel zu erzählen, sondern sympathisch, sicher und vor allem natürlich rüberzukommen.


So kann ein Casting Video aussehen: kurze Vorstellung, klare Perspektiven, keine Effekte.

# Casting Video drehen: Format, Länge und Technik

Für ein gutes Casting Video brauchst du kein professionelles Equipment. Ein aktuelles Smartphone mit Stativ oder einer zweiten Person hinter der Kamera reicht vollkommen aus. An diesen Eckdaten kannst du dich orientieren:

  • Format: Hochformat funktioniert für ein klassisches Vorstellungsvideo gut, weil du damit sowohl Gesicht als auch Ganzkörper sauber ins Bild bekommst. Verlangt der Kunde ausdrücklich Querformat, hältst du dich natürlich an das Briefing.
  • Länge: unter 60 Sekunden, wenn nichts anderes vorgegeben ist.
  • Auflösung: 1080p reicht völlig aus. 4K bringt keinen Vorteil, macht die Datei aber unnötig groß.
  • Dateiformat: MP4 ist der Standard und lässt sich überall abspielen.
  • Ton: zwingend erforderlich. Nimm in einem ruhigen Raum ohne Straßenlärm, Musik oder Hall auf.
  • Schnitt: Eine durchgehende Aufnahme ist völlig in Ordnung und oft sogar überzeugender als eine geschnittene Version.

# Licht, Hintergrund und Outfit für dein Vorstellungsvideo

Achte auf natürliches Licht, einen ruhigen Hintergrund und darauf, dass die Kamera ungefähr auf Augenhöhe steht. Stell dich mit dem Gesicht zum Fenster, nicht mit dem Rücken davor, sonst bist du nur als Silhouette zu sehen.

Eine schlichte Wand funktioniert meistens besser als eine ausgefallene Location. Ein dezentes Outfit, in dem deine Figur gut erkennbar ist, ist besser als ein aufwendiges Styling. Auf starke Filter oder Beauty-Effekte solltest du komplett verzichten, denn der Kunde möchte sehen, wie du tatsächlich aussiehst.

Model mit individuellem Look in Hamburg

# Sedcard Video: Warum dein aktueller Look entscheidend ist

Gerade wenn deine Bilder schon etwas älter sind, ist das Casting Video häufig das aktuellste Material, das ein Kunde von dir sieht.

Hat sich deine Frisur verändert? Hast du eine neue Haarfarbe, sichtbare Tattoos oder einen anderen Look als auf deiner Sedcard? Dann sollte das auch im Video zu sehen sein. So gibt es später am Set keine Überraschungen.

Agentur-Tipp: Um dich ideal vermitteln zu können, sollten auch dein Bildmaterial und deine persönlichen Angaben wie Konfektionsgröße, Haarfarbe und Haarlänge immer aktuell sein. Nur so können unsere Model Booker dich für die passenden Model Jobs vorschlagen. Wenn du dir noch unsicher bist, wie du dein Portfolio aufstellen sollst und wo dein Sedcard Video hingehört, findest du alles im Leitfaden zur Model-Sedcard.


# E-Casting mit vorgegebenem Text oder Szene

Bei Video- und Werbeproduktionen wird immer häufiger ein kurzer Text oder eine kleine Szene vorgegeben. Wenn der Kunde ein vollständiges Briefing vorbereitet hat, hältst du dich exakt daran. Gibt es keine genauen Anweisungen, gilt: bitte nicht einfach auswendig aufsagen.

Der Text sollte zur vorgegebenen Szene passen und so klingen, als würdest du ihn tatsächlich gerade jemandem erzählen. Drei Dinge helfen dabei:

  • Situation statt Satz denken. Überlege dir kurz, mit wem du sprichst und warum. Ein Satz über ein Produkt klingt völlig anders, wenn du ihn einer Freundin erzählst statt einer Kamera.
  • Langsamer sprechen als gefühlt nötig. Vor der Kamera wird fast jeder schneller, als er denkt.
  • Nicht auf Wortgenauigkeit optimieren. Wenn du einen Nebensatz leicht anders formulierst, ist das kein Problem, solange der Inhalt stimmt und es natürlich klingt.

Fordert der Kunde zusätzlich einen Close-up oder Headshot oder eine Ganzkörperaufnahme, gehört auch das ins Video. Unsere Booker leiten dir alle Anforderungen weiter, sodass du immer weißt, was zu sehen sein soll.


Ein Video wirkt am besten, wenn du dich wohlfühlst und ganz du selbst bist.

# Ausstrahlung im Casting Video: natürlich schlägt perfekt

Viele Models machen sich vor einem E-Casting zu viele Gedanken darüber, wie sie stehen, wohin sie schauen oder was sie mit ihren Händen machen sollen. Dabei wirkt es am besten, wenn du einfach natürlich bleibst. Du musst keine Rolle spielen und auch nicht besonders modelmäßig wirken.

Bei vielen Castings stehen mehrere Models zur Auswahl, die auf dem Papier alle sehr gut zum Projekt passen. In solchen Momenten entscheiden Kleinigkeiten. Eine angenehme Stimme, ein sympathisches Lächeln, eine offene Art oder einfach die richtige Energie können dafür sorgen, dass du auf der Shortlist landest. Dazu kommt ein praktischer Punkt: Was du im Video zeigst, musst du am Set auch abrufen können. Das funktioniert nur, wenn du dich authentisch darstellst.

Karo, Bookerin bei the-models


Karo - Bookering bei the-models

„Als Bookerin achte ich, genauso wie unsere Kunden, vor allem auf Natürlichkeit, Ausstrahlung und Präsenz vor der Kamera.“


Unser Tipp: Mach ruhig zwei oder drei Aufnahmen und entscheide dich anschließend für die Version, in der du dich selbst am natürlichsten findest. Nicht die Aufnahme mit dem glattesten Satz ist automatisch die beste. Oft ist es genau die Version, bei der man merkt, dass du dich vor der Kamera wohlfühlst.

# Häufige Fragen zum Casting Video

Ohne konkretes Briefing sind unter 60 Sekunden ideal. Alles Wesentliche, also Name, Wohnort, Größe, Profil, Hände und Bewegung, lässt sich in dieser Zeit unterbringen. Gibt der Kunde eine Länge vor, gilt diese Vorgabe.

Für ein allgemeines Sedcard Video eignet sich Hochformat, weil Gesicht und Ganzkörper darin gut funktionieren. Bei einem Briefing richtest Du Dich nach den Angaben des Kunden.

Nein. Ein aktuelles Smartphone in 1080p reicht aus. Licht, Ton und ein ruhiger Hintergrund haben deutlich mehr Einfluss auf die Wirkung als die Kamera.

Schnitt ist erlaubt, aber nicht nötig. Eine durchgehende Aufnahme wirkt oft ehrlicher. Verzichte auf Musik, Übergänge und Effekte, es geht nicht um einen fertigen Werbefilm.

Weil Hände bei vielen Jobs mitgebucht werden, etwa bei Schmuck, Kosmetik, Pflegeprodukten oder Nahaufnahmen im Werbespot. Gepflegte Hände sind für Kunden ein echtes Auswahlkriterium, und sichtbare Tattoos oder Ringe sollten vorab bekannt sein.

So viel, wie Du im Alltag tragen würdest. Der Kunde möchte Deinen echten Look sehen, deshalb sind starkes Make-up, Filter und Beauty-Effekte kontraproduktiv.

Ja. Stimme, Sprechtempo und Art zu formulieren sind ein zentraler Grund, warum überhaupt ein Video verlangt wird. Ein Video ohne Ton hilft dem Kunden kaum weiter.

Beim E-Casting reichst Du Dein Material digital ein, statt persönlich zu einem Termin zu erscheinen. Das Casting Video ist der Teil dieses Prozesses, in dem Du Dich im Bewegtbild zeigst.


# Dein Casting Video in unter 60 Sekunden

Ein gutes Casting Video ist kein Filmprojekt, sondern ein ehrlicher erster Eindruck. Kurz, hell, gut verständlich und ohne Effekte, dafür mit deinem aktuellen Look und deiner echten Ausstrahlung. Denn am Ende soll es vor allem eines zeigen: dich.

Du möchtest bei uns als Model durchstarten? Dann halte dein Portfolio aktuell und ergänze es um ein frisches Casting Video, damit unsere Booker dich für die passenden Model Jobs vorschlagen können.


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